Ein Klassiker- der Roadtrip entlang der australischen Ostküste

IMG_0678Ich habe inzwischen öfter Anfragen zu Roadtrips entlang der Ostküste Australiens bekommen. 2009 habe ich selbst genau so einen Trip sechs Wochen unternommen. Ca. 7000km (Melbourne- Cairns- Sydney- Brisbane) später bin ich ein bisschen schlauer. Meine Erfahrungen haue ich hiermit raus…

Eins vorab: Australien ist wunderschön, ein Roadtrip lohnt sich immer!!

Bevor man in einen Roadtrip startet sollte man sich zwei Dinge überlegen: Was will ich? Was wollen die, die mit mir fahren? Nichts ist ätzender als ständig darüber zu streiten was als Nächstes unternommen werden soll  (besonders wichtig, wenn man mit nicht surfenden Freunden unterwegs ist!!).

Der Camper Van ist zu Hause.

Man hat sowohl sein Bett als auch seinen Kühlschrank immer dabei. Das ist sehr praktisch und man ist flexibel. Super fand ich es z.B. immer noch auf dem Supermarktparkplatz über das Essen herfallen zu können. 🙂

IMG_0683Es ist immer Chaos!

Es ist einfach unmöglich auf so engen Raum Ordnung zu halten. Irgendwas fliegt immer rum. Es empfiehlt sich daher feste Plätze für bestimmt Sachen zu bestimmen, sonst geht man buchstäblich im Chaos unter!

Immer unterwegs zu sein kann stressig sein.

Wir sind damals wahnsinnig viel gefahren. Das würde ich inzwischen anders machen. Die Hälfte der Sehenswürdigkeiten und Orte hätte es auch getan. Weniger ist manchmal eben mehr. Als Europäer unterschätzt man leicht die australischen Weiten! Auch können sechs Wochen ein ziemlich lange Zeit sein, wenn man 24/7 mit einer Person abhängt. Man sollte sich daher wirklich sehr gut verstehen.

IMG_0680Wildes Campen war zumindest in abgelegeneren Regionen weniger problematisch. Wird man dort erwischt wo es eigentlich verboten ist, sind Geldstrafen möglich. Wir haben uns meistens Wohngebiete gesucht. Wir sind dort im Dunklen angekommen, haben uns unauffällig verhalten und sind Morgens schnell wieder gefahren.

Alle 2-3 Tage waren wir auf einem Campingplatz um Strom und Duschen zu haben. Die Campingplätze sind im Übrigen meistens super ausgestattet. Um die Ferienzeit und zur Hochsaison (z.B. um Weihnachten rum) empfiehlt es sich vorab zu buchen. Ansonsten bekommt man meistens auch noch kurzfristig einen Platz.

IMG_0682Typische Raststätten (Servo), wie in Deutschland gibt es in Australien kaum. Aber es gibt fast überall einen McDonalds… Dort sind wir morgen meist für Kaffee und Zähneputzen eingekehrt. An den Stränden gibt es meistens auch saubere, öffentliche Toiletten, Duschen und Grillstationen. In Nord-Queensland gibt es viele öffentliche und kostenlose Pools, weil man wegen giftiger Qualen nicht ins Meer kann.

IMG_0684Es gibt in Australien sehr viele Unternehmen die Camper Vans oder Autos mit Camping Ausstattung vermieten. Je früher man bucht, desto günstiger ist es. Wir haben damals ca. 9 Monate vorher gebucht und konnten uns den Van nur deshalb für die lange Zeit leisten… Außerdem sollte man Kosten für Benzin (vergleichbar mit unseren Preisen!) und Campingplätze berücksichtigen. Alternativ kann man sich auch einen Camper kaufen. Bei Reparaturen ist man dann allerdings auf sich selbst gestellt und der Verkauf am Ende nimmt Zeit in Anspruch.

Natürlich gibt es noch viel mehr zu erzählen, aber so weit mein kleiner Überblick. Wenn du Fragen hast, freue ich mich über deinen Kommentar!

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4 Gedanken zu “Ein Klassiker- der Roadtrip entlang der australischen Ostküste

  1. Hey du, paar Freunde und ich würden auch so in paar Monaten aufbrechen. Deshalb die Fragen: welche Campervan Vermietungsfirma würdest du uns empfehlen? Welche Orte sollten wir unbedingt gesehen haben sollen? und last but not least, da wir auch so um die sechs Wochen unterwegs sein wollen: wie viel habt ihr insgesamt gezahlt also für Mietkosten Benzin, etc. (wir haben nämlich keine Ahnung was für ein Budget wir mitnehmen sollen) 😀

    Danke schonmal im Vorraus 😉

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    1. Hallo Sandra,
      dein Kommentar hatte ich leider bis jetzt übersehen. Aber vielleicht hilft Dir ja meine Antwort noch… Wir hatten unseren Camper Van von Travelers Autobarn. Als Budget würde ich schon mehrere tausend Euro einplanen, auch wenn das von deinen eigenen Standards abhängt. Allerdings: Benzin und Lebensmittel/ Alkohol sind echt teuer… Für den Einstieg in Australien kann ich die Ostküste empfehlen, da eine gute touristische Infrastruktur und viel sehenswertes vorhanden ist. Alternative kann man sich auch mal die Westküste ansehen. Dort trifft man auf unberührte Natur und weniger Touristen. Vielleicht findest du ja auch in diesem Artikel noch weitere hilfreiche Tipps: http://eat-play-surf.com/2013/09/15/eine-reise-nach-australien-fur-annemarie/

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  2. Jaaa stimmt die Strecke Melbourne- Cairns durch’s Outback ist echt kein Zucker schlecken (aber machbar)! Wir wollten anfangs noch Benzin sparen und sind erst mal gestartet ohne die Klimaanlage anzumachen… keine gute Idee!! 😉

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  3. Oh wie schöön, haben damals auch mehrere (kurze) Roadtrips durch Australien unternommen – der denkwürdigste war wohl von Melbourne einmal durch die Mitte Australiens bis Cairns. Zeitweise ganz schön anstrengend, aber auch unvergessliche Erinnerungen 🙂 Ich würde sofort wieder aufbrechen!

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