Interview mit Mira Mireau

Auch wenn ich mir selbst nicht so exotisch vorkomme, scheint es etwas Ungewöhnliches zu haben, nach Australien zu gehen und Surfen zu lernen. Und so durfte ich ein kleines aber feines Interview zum Thema geben. Diesmal hat mich Jasmin vom Reiseblog Mira Mireau zu meinen Surferfahrungen in Australien befragt. Es ist Teil einer kleinen Reihe auf ihrem Blog, auf dem sie mehrere Surfspots weltweit vorstellt.

the spit session

Hallo Annika! Auf eatplaysurfblog.wordpress.com schreibst du über dein Leben als Surfergirl in Australien.

Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog?
Angefangen hat alles damit, dass ich mich an einem kalten Januarabend durch das Internet gewurschtelt habe und einfach nichts zum Thema Surfen auf Deutsch finden konnte, dass sich an die weiblichen Wellenbrettlerinnen unter uns richtete. Da dachte ich mir, dass mache ich dann halt. Inzwischen sehe ich es ein bisschen anders und es geht mehr darum andere Mädels vom Surfen und Reisen zu begeistern und meine Abenteuer festzuhalten.
Momentan arbeitest du auf einer Farm, um dein zweites Work and Travel Visum für ein weiteres Jahr in Australien zu erhalten, hast du schon Vorstellungen an welchem Fleckchen Erde du anschließend verweilen möchtest? Ich nehme mal an nah am Wasser oder?
Ja, im Moment ist ein Trip nach Frankreich und Deutschland im Juli geplant und dann geht es wieder zurück an die Gold Coast. Ich bin gerade dabei den langen Prozess einer Skilled Migration in Australien anzugehen. Das würde mir dann weitere fünf Jahre dort geben. Es ist keine leichte Sache und ich versuche alles mehr als ein Weg zu sehen. Wie das Ziel dann am Ende aussieht wird sich zeigen. Mein Herz hängt nämlich auch sehr an meiner Heimatstadt Köln und meinen Freunden und Familie dort. Man darf also gespannt sein.

 

Australien ist weltweit bekannt für großartige Surfspots. Inzwischen bist du ein bisschen herum gekommen, welchen Spot kannst du uns denn am Meisten empfehlen?

Mhm naja so richtig viel rumgekommen bin ich (surfmäßig) noch nicht und ich sehe mich selbst auch immer noch als ziemliche Anfängerin. Klar an der Gold Coast und um Byron Bay habe ich ein paar Spots gesurft. Auch ein Trip an die Sunshine Coast war schon drin (Double Island Point). Meistens surfen wir aber unsere Standardspots. Entweder die Beachbreaks direkt vor der Türe (in Nobbys Bech oder Palm Beach) oder manchmal die Points in Coolangatta oder Currumbin. Ja, ich mag Currumbin eigentlich ganz gerne, vor allem im Sommer. Jetzt im Herbst waren die Strömungen ziemlich stark und es hat einfach nicht mehr so viel Spaß gemacht. Beac-h und Point breaks habe beide ihre Vor- und Nachteile und ich mag, dass ich die Möglichkeit habe beides zu surfen.  Ansonsten sind die Spots an der Gold Coast ja kein Geheimnis und auch die Crowd dort ist bekannt. Aber es ist auch hier noch möglich Spots mit nur wenigen Leuten im Wasser zu surfen. Dadurch, dass es so viele Wellen gibt verteilt sich auch die Masse an Surfern etwas besser. Aber ja ganz oft ist es auch frustrierend, wenn einem die Wellen von besseren Surfern weggeschnappt werden. Ich sage mir dann einfach, wenn ich es hier schaffe, dann kann ich es überall schaffen! So! 😉sunset wavesWelche Stadt würdest du einem Backpacker, der gerne surft, in Australien ans Herz legen?
Definitiv die südliche Gold Coast. Hier wird der Surflifestyle voll und ganz gelebt. Aber auch Sydney (z.B. Manly und die Northern Beaches) hat viel zu bieten. An der West Coast war ich bisher noch nicht, aber insgesamt lassen sich überall in Australien unterhalb des Great Barrier Reefs gute Wellen finden. Eines Tages gibts kaufe ich mir nen Van, schnappe mir meinen Freund und dann sind wir mal für ein paar Monate offline und surfen nonstop.
Immer wieder gibt es Meldungen von Haiangriffen auf Surfer in Australien, weshalb viele Touristen inzwischen Angst haben in Australien surfen zu lernen. Wie stehst du zu diesem Thema?
Also an der East Coast habe ich keine Angst vor Haiangriffen. Ja, sie sind hier aber ich versuche mir nicht zu viele Gedanken zu machen. Mein Freund hat letztens einen Hai in Currumbin gesehen. Er ist dann fix zu seinem Mate rüber gepaddelt, hat ihm Bescheid gegeben und ist dann ruhig aber strebsam ans Ufer gesteuert. Sein Kumpel hat sich nur umgeschaut und ist im Wasser geblieben. Nichts ist passiert. Ich war danach bestimmt schon 10 mal wieder dort surfen… 
Haie sind meisten in den frühen Morgenstunden und bei Sonnenuntergang aktiv. Dann jagen sie ihre Beute. Surfer stehen natürlicherweise nicht auf ihrem Speiseplan. Ich nehme es schlicht nach dem kölschen Grundgesetz: Artikel 3: Et hätt noch emmer joot jejange. („Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)
Und dann kann man natürlich auch immer noch mit Statistiken und so weiter kommen… Und die Haiangriffe von denen in deutschen Medien berichtet werden, haben sehr wahrscheinlich an der westlichen Küste Australiens stattgefunden. Von daher kommt alle her und lernt surfen in Australien- ES IST SUPER!! 

beaches

 

Ein Gedanke zu “Interview mit Mira Mireau

  1. Liebe Annika, du bist eine mutige junge Frau! Beeindruckend deine Gedanken zu lesen. Fuer deinen Weg in Australien und wo auch immer der Surferwind und die Wellen dich hinfuehren moegen, wuensche ich dir viel Spass, tolle Erlebnisse + Erfahrungen & gute Freunde an deiner Seite! 🙂 Ira

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