Die Sache mit dem Visum

Viel ist passiert in den letzten drei Monaten. Ich bin nämlich wieder nach Deutschland geflogen. Ihr fragt euch jetzt bestimmt: Warum???

Macadamianüsse ernten

Eigentlich waren nur fünf Wochen in Europa geplant, bevor es dann wieder zurück nach Australia gehen sollte. Aber wie es das Schicksal so wollte kam es anders.

Alles steht im Zusammenhang mit meinem Visum. Das letzte Jahr war ich in Australien mit dem Working Holiday Visa (auch bekannt als Work & Travel). Dieses Visum kann man als deutscher Staatsbürger einmalig in seinem Leben – bis zum 30. Lebensjahr – beantragen. Es ist für ein Jahr ab dem Tag der Einreise gültig und ermöglicht einem durch Australien zu reisen und zu arbeiten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit dieses Visum um ein zweites Jahr zu verlängern.

Farmarbeit kann Spaß machen...
Farmarbeit mit Spaß…

Die Bedingung für ein zweites Jahr in Australien ist es drei Monate lang spezifische Arbeit in einer „rural area“ (also abgelegenen Gegend) abzuleisten. In einem vergangenen Post berichtete ich schon von meiner Tätigkeit als Erntehelfer auf einer Macadamiafarm in der Nähe von Byron Bay. Außerdem habe ich noch zwei Wochen im Hinterland von Byron Bay im Busch gearbeitet. Keiner dieser Jobs war vergütet, jedoch habe ich Unterkunft und Essen bekommen.

Als kleine Pause von der anstrengenden Farmarbeit und weil ich meinen Rückflug nach Deutschland nicht verfallen lassen wollte, sollte es für ein paar Wochen nach Europa gehen. Ein Grund dafür war auch, dass sonst mein Rückflug, den ich ein Jahr zuvor gebucht hatte, verfallen wäre. Flüge von STA Travel verlieren nämlich nach einem Jahr ihre Gültigkeit, wenn sie nicht angetreten werden.

Neues Logo von Andrew Mainwaring Designs!
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Den Visumsantrag kann man entweder „on shore“, von Australien aus, oder „off shore“, von außerhalb Australiens stellen. Während der Antrag bearbeitet wird darf man weder nach Australien ein- oder ausreisen. Als durchschnittliche Bearbeitungszeit sind auf der Webseite des Department of Immigration and Border Protection drei Wochen angegeben. Und auch meine Travelbuddies sagten mir, dass eine Bearbeitung schnell ginge.

Meinen Antrag hatte ich Ende Juni gestellt. Also pokerte ich und buchte meinen Rückflug für Ende Juli. Die Zeit verging, ich surfte im Camp in Frankreich, reiste mit meinen Eltern nach Holland und hatte Spaß in Köln. Jeden Morgen hielt ich zitternd und erwartungsvoll mein Handy in der Hand. Doch die Bestätigung des Visums ließ auf sich warten. So suchte ich mir einen Nebenjob und überlegte mir wie es weiter gehen sollte.

See ya Australia!
See ya Australia!

Vor drei Wochen kam dann (nach einer Bearbeitungszeit von drei Monaten!!) endlich die Bestätigung. Aber jetzt ist es leider ein bisschen zu spät. Neue (berufliche) Pläne für Deutschland sind geschmiedet und so werde ich nun erst mal hier bleiben. Mit eat.play.surf. geht es aber natürlich trotzdem weiter! Und wer weiß, eines Tages kehre ich bestimmt nach Australien zurück!

Positiv denken!
Positiv denken!

Was lerne ich daraus?

1. Zeit: Behörden können lange brauchen, auch in Australien. Daher für den 2nd year Visumsantrag genug Zeit einplanen!

2. On shore: Wenn ich noch mal die Wahl hätte, würde ich den Visumsantrag von Australien aus stellen.

3. Versicherung: eine Reiserücktrittsversicherung ist ihr Geld meistens wert!

4. Planung: Zu Plan A gehört meistens ein Plan B und man kann doch nicht alles planen…

5. Positiv: Das Beste aus der Situation machen und positives Denken machen alles nur halb so schlimm! Ehrlich, auch wenn es manchmal schwierig ist!

4 Gedanken zu “Die Sache mit dem Visum

  1. Hey Annika,
    willkommen zurück!
    Ich hoffe dein „Ankommen“ in Deutschland war angenehm und du vermisst das Meer nicht zu sehr!?
    Werde das Meer von dir grüßen, wenn ich im Januar nach Perth fliege.
    Ich habe mir nämlich kur vor meinem 31 Geburtstag noch das Visum für Australien besorgt, um noch mal los zu ziehen (YEEAHHHH)
    Um meinen Lebensmittelpunkt ans Meer zu verlagern – in der Hoffnung täglich Surfen zu können.

    Planst du deine Surf-Leidenschaft in Dänemark oder Holland auszuleben? Das sind ja fast unsere einzigen Optionen in Deutschland.

    Vielleicht sieht man sich ja doch noch mal in Australien wieder und lächelt sich im Line Up zu 🙂

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    1. Hallo liebe Sabine!

      Na da bin ich schon ein bisschen neidisch… 🙂

      Wünsche Dir ganz viel Spaß und lieben Dank für deinen netten Kommentar. Freue mich wenn du meinen Blog weiterhin verfolgst!

      Kannst auch sehr gerne mal in einem Gastartikel von deinem Leben und Surfabenteuern in Perth erzählen. Wenn du magst, schick mir ne Mail missknotch@eat-play-surf.com

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