Rückblick: Roadtrip durch Indien

Als meine Freundin sich kürzlich auf den Weg nach Indien machte, hat es mich an unseren gemeinsamen Roadtrip vor einigen Jahren erinnert. Ziemlich genau vier Jahre ist es her, dass Isa und ich Indien für vier Wochen mit ihrem Kumpel Rana und seinem Auto unsicher machten. Isa hatte 2009 über das Studentennetzwerk AIESEC ein Auslandspraktikum in Chandigarh (eine Stadt in Nordindien) gemacht und seitdem gab es den Plan, für einen Roadtrip mit Rana zurück zu kommen. 2011 war es dann endlich soweit und ich durfte mit!

Roadtrip
Roadtrip

Start in Neu-Delhi Ich kannte den asiatischen Kontinent bisher nur durch ein paar Tage in Bangkok. Entsprechend aufgeregt war ich wie ich mit dem Kulturschock umgehen würde. Über Istanbul waren wir mit Turkish Airlines (großartiges Essen!) nach Neu Delhi geflogen. An unserem ersten Tag besichtigten wir das India Gate. Der 42 Meter große Triumphbogen ist Anziehungspunkt für viele Touristen und entsprechendes Treiben fand um uns herum statt. Zu meinem Erstaunen trug Rana ganz selbstverständlich seine beiden Spiegelreflexkameras offen mit sich herum. Das passte so gar nicht zu meinen Vorstellungen, die ich vor meinem Abflug von Indien hatte.

India Gate by Rana Sindu
India Gate by Rana Sidhu

Agra: Ein absolutes to-do für jeden Indienreisenden ist das Taj Mahal in Agra. Es gehört tatsächlich zu einem der beeindruckendsten Bauwerke, die ich jemals sehen durfte und es ist wirklich so großartig, wie man es sich vorstellt. Rana hatte die Idee, dort zum Sonnenaufgang aufzuschlagen und das frühe Aufstehen hatte sich definitiv gelohnt.

Mit Freunden zu reisen ist eines der schönsten Dinge, die es gibt. Isa und ich kennen uns seit unserem Bachelorstudium und ich hätte mir keinen besseren Partner vorstellen können, um die indischen Ups und Downs (mit denen ein westlicher Besucher zwangsläufig konfrontiert ist) zu meistern. Dieser Trip verbindet uns definitiv für den Rest unseres Lebens.

Isa und ich
Isa und ich

On the road– Bekanntermaßen hat der indische Straßenverkehr nichts mit dem was wir in Deutschland gewöhnt sind gemeinsam. Entsprechende Zeit muss man auch für kürzere Entfernungen einplanen. Diese Art des Reisens hat uns die Landschaft von verschiedenen Seiten gezeigt und uns ermöglicht die vielen kulturellen Facetten Indiens kennenzulernen. Dabei war es unerlässlich, durch Rana einen kundigen Begleiter an unserer Seite zu haben. Wir sind als Freunde gereist, Rana hat aber von Berufs wegen durch sein Unternehmen Go Adventure Sports viel Erfahrung mit Roadtrips und Abenteuerurlaub in Indien. Jemanden zu haben, der neben Englisch auch noch eine indische Sprache spricht und die Kultur kennt hat uns an vielen Stellen weiter geholfen (z.B. als wir auf offener Strecke Probleme mit unserem Auto hatten). Wir planten Übernachtungsmöglichkeiten wenig im Voraus, sondern legten zu Beginn der Reise grob unsere Route fest und suchten uns Abends einen Schlafplatz. So konnten wir direkt vor Ort entscheiden, ob die Unterkunft unseren wenigen Vorstellungen („juuuuust about decent“) entsprach. Der mitgebrachte Seidenschlafsack war Gold wert!

Khajuraho– die Stadt des Kamasutras. Dort gibt es zahlreiche Tempel die mit den beeindruckendsten Figuren in beeindruckenden Posen zu bestaunen sind. Was mich sonst noch an unseren Aufenthalt in der Stadt erinnert, ist, dass es mir dort besonders schlecht ging. Tatsächlich hatte ich leider fast drei Wochen von unserem vierwöchigen Aufenthalt mit dem bekannten Dehlibelly zu kämpfen. Auch das gehört dazu.

Indien war der Beginn meiner Leidenschaft für Fotografie. Los ging es als mir Rana, der ein fantastischer Fotograf ist und von dem die meisten Bilder in diesem Beitrag sind, nach wenigen Tagen seine Canon 7D in die Hand drückte. Mit einer solchen Kamera kann man einfach nichts falsch machen…

Eines meiner ersten Bilder- in einem Nationalpark
Eines meiner ersten Bilder- in einem Nationalpark

Bodhgaja ist der Ort in dem Buddha unter dem Bohdibaum meditierend zur Erleuchtung gelangte. Entsprechend heilig ist der Ort für viele Buddhisten. Fällt ein Blatt vom Baum auf einen herab, gilt dies als Segnung.

Varanasi stand auf Isas Bucket List ganz oben und war daher gesetzter Teil unseres Roadtrips. Die Stadt am Ganges ist heiliger Ort für viele Hindus und Bestattungsort ihrer Toten. Tagsüber ist die Stadt laut, dreckig und stressig. Zum Sonnenaufgang und am Abend entfaltet sie jedoch ihre volle Magie.

Darjeeling zur Mitte unseres Trips war eine wahre Wohltat nach dem heißen Klima in Agra und Co. Wir genossen das kühle Wetter, gingen zu Teeverköstigungen und fuhren mit dem Darjeeling Himalayan Railway.

Dank Ranas Kontakten hatten wir die Möglichkeit, ein paar Tage auf einer alten Teeplantage in der Nähe von Darjeeling zu verbringen. Dort feierten wir auch meinen Geburtstag.

Die indischen Menschen, auch wenn sie noch so arm sind, strahlen eine wahnsinnige Gelassenheit und Würde aus, die mich unsere ganze Reise über beeindruckte.

Abschließend verbrachten wir noch einige Tage mit Ranas Familie in Chandigarh und trafen uns mit Isas Freunden aus der Zeit ihres Praktikums in Indien. Weil Ranas Mutter gerne einmal etwas Deutsches essen wollte, bereiteten wir Kartoffelsalat zu. Mit ihrem fantastischen, indischen Kochkünsten konnten wir jedoch nicht mithalten!

Plant ihr selbst gerade einen Trip nach Indien und wollt ihr mehr über meinen Aufenthalt erfahren? Dann hinterlasst einen Kommentar oder nehmt Kontakt auf!

4 Gedanken zu “Rückblick: Roadtrip durch Indien

  1. Hallo Jessie, danke für deinen Kommentar- freut mir dass Dir der Artikel gefällt und du ähnliche Erfahrungen teilst! 🙂 Viel Spaß für deinen nächsten Trip, der Süden soll wirklich toll sein. Mich würde auch mal Sri Lanka reizen!

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  2. Tolle Bilder und tolle Eindrücke, die du hier beschreibst!
    Ich selbst war 3 1/2 Monate in Indien und weiß genau was du meinst mit dem Kulturschock und dem laut, stressig und dreckig. aber auch das so unendlich viel Magie in diesem Land steckt!

    Ich möchte unbedingt den Süden Indiens entdecken!

    Gefällt 1 Person

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