Gastbeitrag: Tipps zum Surfen lernen – Das erste Mal auf dem Board

Immer wieder habe ich Anfragen von euch, die darum gehen, wie man das Wellenreiten am besten lernen kann. Gleichzeitig geht jetzt Ende Mai die Saisons in den Surfcamps am Atlantik langsam wieder los und es machen sich zahlreiche surfbegeisterte Anfänger auf den Weg, um Surfen zu lernen. Was wäre da besser geeignet, als sich schon vorab mental auf die erste Unterrichtsstunde einzustellen. Daher gibt es für euch heute einen Gastbeitrag von studisurf mit den ersten Tipps für’s Wasser. Und weil es so schön ist, habe ich euch gleich mal noch ein paar Bilder von meinen ersten Surfstunden eingefügt. 🙂

P1050557Da beobachtet man am Strand die Surfer, wie sie durch die Wellen gleiten und denkt sich: „Das möchte ich auch können“. Leider sieht Surfen leichter aus, als es tatsächlich ist. Der Lernprozess ist lang und anstrengend, aber wenn man dann erst mal seine erste grüne Welle reitet und dieses Gefühl der Freiheit spürt, hat sich das ganze doch gelohnt. Üben, üben, üben ist angesagt. Im Folgenden werden die ersten Basics erläutert, die dir beim Surfen lernen helfen sollen.

Umgang mit Board

Beim Tragen des Surfboards musst du darauf achten, dass die Finnen zum eigenen Körper zeigen. Außerdem wird das Brett in Längsrichtung, mit langem Arm einhändig getragen. Die Leash wird immer fest gehalten, sodass du nicht über sie stolperst oder irgendwo hängen bleibst. Es bietet sich an, zu zweit zwei Bretter zu tragen – so spart man Kraft und an windigen Tagen ist es umso einfacher. Wenn du ins Wasser gehst, halte das Brett so lange wie möglich seitlich am Körper. So verhinderst du, dass die Wellen es herumschleudern.

Halte das Brett im Wasser niemals an der Leash fest! Die Leash ist die Verbindung zwischen Surfer und Surfboard. Sie dient dazu, dass das Brett nicht an den Strand gespült wird. Die Leash sorgt für deine Sicherheit!

Richtiges Paddeln

Das Paddeln dient zur Aufnahme von Geschwindigkeit. Dabei ist die maximale Stabilität entscheidend: Körperschwerpunkt und Brettschwerpunkt müssen zusammen kommen. Außerdem sollte die Nose möglichst wenig aus dem Wasser schauen, sodass du geringen Wasserwiderstand hast. Dann formst du mit deinem Rücken ein Hohlkreuz und fängst an zu paddeln. Das Paddeln an sich ist bekannt und ähnelt dem Kraulschwimmen. Wichtig dabei ist eben das Hohlkreuz, deine Körperspannung und dass du möglichst gleichmäßige und lange Züge machst. So kannst du all deine Kraft ins Wasser übertragen.

Take Off

Der Take Off ist die wichtigste Bewegung beim Surfen. Er beschreibt das Angleiten der Welle und das sprunghafte Aufstehen. Dabei spielen vier Faktoren eine wesentliche Rolle: die richtige Position im Liegen, ausreichend Kraft zum Anpaddeln, richtiges Timing und die richtige Position im Stehen. Bevor du dich ins Wasser traust, solltest du den Take Off mehrfach im Trockenen üben. So bekommst du ein Gefühl für die Bewegung und trainierst gleichzeitig deine Armmuskulatur.

Beim Takeoff setzt du deine Hände in Höhe deiner ersten Rippen ganz nah am Körper auf. Wenn die Welle dich erreicht, drückst du dich mit beiden Händen ab – diese Bewegung erinnert an einen Liegestütz. Dann drehst du die Schultern und springst in einer möglichst schnellen und flüssigen Bewegung auf deine Füße. Achte dann darauf, dass deine Schultern parallel zum Brett stehen und die Füße mittig platziert sind. Bleibe in den Knien, sodass du ein besseres Gleichgewicht hast.

Richtiges Hinfallen

Du wirst fallen … und das nicht nur einmal 😉 Damit du dich nicht verletzt, solltest du auf Folgendes achten: Schütze bei jedem Sturz deinen Kopf mit den Armen. Siehst du einen Sturz kommen, versuche so weit wie möglich vom Brett wegzuspringen, seitlich oder hinter das Surfboard. Bist du untergetaucht, tauche solange, bis du einen Zug an der Leash spürst. Dann kannst du wieder langsam und orientiert auftauchen.

Tauchtechniken

Bist du so weit und traust dich an deine erste grüne Welle, musst du irgendwie ins Line Up kommen. Solange du stehen kannst, springst du einfach mit dem Board über die Welle. In tieferen Lagen gibt es zwei Durchtauchtechniken: Die Eskimorolle und der Duck Dive. Bei der Eskimorolle greifst du an die Seiten deines Brettes und drehst dich um 180 Grad, sodass das Brett über dir liegt und du unter Wasser bist, während die Welle über dich läuft. Danach drehst du dich zurück und paddelst weiter.

Beim Duck Dive tauchst du unter der Welle durch. Dabei stützt du dich weit nach vorne auf die Nose, um das Brett vor der Welle eintauchen zu lassen. Bevor das Weißwasser dich erreicht, ziehst du deinen Oberkörper ebenfalls unter Wasser und du tauchst unter der Welle hindurch. Der Duck Dive braucht mehr Übung und Erfahrung. Mit der Eskimorolle kommst du aber auch sicher zum Line Up. P1050382

Gerade als Anfänger ist es äußerst wichtig, professionelle Anleitung zu erhalten. Du solltest niemals deine ersten Schritte auf dem Board im Alleingang unternehmen. Das Meer mit seinen Gezeiten und Strömungen kann sehr gefährlich sein. Deswegen solltest du auch nicht alleine surfen gehen, wenn du bereits deinen ersten Surfkurs hinter dir hast. Surfen ist anspruchsvoll und verlangt viel Erfahrung, Technik, Mut und Timing. Surfcamps und Surfkuse sind ein idealer Weg Surfen zu lernen. Hierbei lernt ihr unter Anleitung von professionell, ausgebildeten Surflehrern, seht schnell Fortschritte und bekommt direktes Feedback, sodass sich keine Fehler einschleichen. Habt ihr Lust, in einem Surfcamp Surfen zu lernen? Dann schaut doch mal unter www.studisurf.com vorbei!

Ein Gedanke zu “Gastbeitrag: Tipps zum Surfen lernen – Das erste Mal auf dem Board

  1. Da kommen gerade soo schöne Erinnerungen an meine ersten Surfkurse hoch – damals in Neuseeland 🙂 Eigentlich haben die ersten Stunden im Weißwasser doch am meisten Spaß gemacht! LG Franzi

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